Zur Geschichte


Die Geschichte der Bliestalbahn

und umliegenden Bahnstrecken

 

1844

In Zweibrücken bildet sich unter dem Namen „Pfalz-Zweibrücker Eisenbahngesellschaft“ ein Komitee zum Bau einer Zweigbahn Homburg-Zweibrücken .

1848

1.Juli Feierliche Eröffnung des Teilabschnitts Kaiserslautern-Homburg der Pfälzischen Ludwigsbahn. Erste Bahnstrecke ins heutige Saarland.

1853

16.August Der bayerische König Maximilian II genehmigte die Bildung einer Aktiengesellschaft zum Bau und Betrieb der Strecke Homburg-Zweibrücken.

1855

17.Oktober Bei einer Generalversammlung der pfälzischen Eisenbahnaktionäre wird der Bau der Stichbahn Homburg-Zweibrücken beschlossen. Das Baukapital von 700.000 Gulden wird durch eine Prioritäts-Anleihe beschafft.

1856

1.Juni Baubeginn für die Strecke Homburg – Zweibrücken

1857

7.Mai Eröffnung der Bahnlinie Homburg - Zweibrücken.

1861

Der Bezirksrat Blieskastel richtete eine Eingabe an den bayrischen König Maximilian II mit dem Wunsch durch eine Zweigbahn Einöd- St. Ingbert über Blieskastel Anschluss an die pfälzische Ludwigsbahn zu bekommen.

1866

26.November Eröffnung der Linie Schwarzenacker- Hassel, noch ohne Anschluss von Blieskastel.

1869

29.April Die Konzession für die Projektierung der Bahnstrecke Zweibrücken-Reinheim-Grenze, durch französisches Gebiet sowie des Anschlusses an die französische Ostbahn bei Saargemünd wird erteilt.

1870

Wegen des Deutsch – Französischen Krieges kommen die Planungen für den Bau der Bliestalbahn ins stocken.

1875

22.Februar An die Pfälzische Ludwigsbahn ergeht die allerhöchste Konzessionsurkunde zum Bau und Betrieb der Eisenbahn Blieskastel-Lautzkirchen bis Reinheim/Landesgrenze.

Herbst Die Bauarbeiten in der Bausektion Zweibrücken beginnen.

25.November Eröffnung Zweibrücken - Biebermühle (heute Pirmasens Nord)

Dezember Kaiser Wilhelm I erteilt der Pfälzischen Ludwigsbahn die Konzession zum Bau und Betrieb der Bliestalbahn auf reichsländischem Gebiet (Grenze-Bliesbrücken-Saargemünd).

1878

29.Dezember Geplante Eröffnung der Bliestalstrecke, welche wegen Abrutschen des Bahndammes bei Bliesebersingen mehrmals verschoben werden musste.

1879

24.Februar Der Reichskanzler, Otto von Bismarck, genehmigt die Eröffnung des Güterverkehrs auf dem Abschnitt Lautzkirchen(?) – Saargemünd zum 1.März.

1.März Eröffnung des Güterverkehrs auf der Strecke Zweibrücken-Saargemünd.

4.März Gestattung eines beschränkten Personenverkehrs durch einen dem Güterzug angehängten 3. Klasse Wagen auf der Strecke Zweibrücken – Reinheim.

1.April Die ursprünglich noch eingleisige Bliestalbahn wird vollständig für den Verkehr freigegeben.

1888

Das zweite Gleis von Einöd nach Saargemünd wird gebaut.

1913

15.Dezember Eröffnung der Bahnstrecke Zweibrücken-Hornbach.

1916

1. Oktober Eröffnung des zweiten Abschnitts der Hornbahchtalbahn, Hornbach - Brenschelbach 

1918

21.November Der öffentliche Personen- und Güterverkehr mit dem elsässisch-lothringischen Gebiet wird ausser auf der Bliestalbahn und zwischen Saarbrücken und Saargemünd eingestellt.

1920

10.März Die Eisenbahnen im Saargebiet kommen unter französische Verwaltung. Zollabfertigungen werden in den Bahnhöfen Homburg und Einöd errichtet.

1939

10.September Um den Franzosen den Einmarsch nach Deutschland zu erschweren, wird die Bliesbrücke zwischen Breitfurt und Blickweiler gesprengt.

1940

Sommer Provisorischer eingleisiger Wiederaufbau der Bliesbrücke zwischen Blickweiler und Breitfurt durch Eisenbahnpioniere der Wehrmacht.

1945

März Deutsche Pioniere zerstören alle bisher noch intakten Bahnanlagen, so auch wieder die Bliesbrücke zwischen Blickweiler und Breitfurt, um den heranrückenden Alliierten den Vormarsch zu erschweren.

April Amerikanische Eisenbahnpioniere beginnen mit dem Wiederaufbau der Bahnanlagen, so auch an der Bliestalbahn.

1951

Die Bliestalbahn wird neu Kilometriert. Homburg wird zum Ausgangspunkt.

1952

4.Oktober Der Personenverkehr zwischen Bliesbruck und Reinheim wird eingestellt.

1957

6.Juli Die Grenzbahnhöfe zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz werden aufgegeben, die Zollkontrollen entfallen.

1959

11.Mai Die SNCF-Strecke Sarreguemines - Bliesbruck wir für den Personenverkehr stillgelegt.

1974

Sommer Der letzte Güterzug Reinheim - Grenze - Bliesbruck - Folpersviller verkehrt.

1980

26.August Die Strecke Folpersviller - Bliesbruck - Grenze - Reinheim wird stillgelegt.
Der Abschnitt Sarreguemines –
Abzweig Folpersviller, vor dem 2. Weltkrieg ein dreigleisiger Parallelabschnitt der Strecken Sarreguemines - Bitche (ein Gleis) und Sarreguemines - HOM / ZW (zwei Gleise), wird heute noch von Zügen nach Bitche genutzt.

1989

28.Mai Der Teilabschnitt Schwarzenacker - Einöd wird für den Personenverkehr stillgelegt.

1991

31.Mai Auf der Bliestalbahn verkehrt der letzte planmäßige Personenzug.

1996

1.April Die Bliestalbahn Homburg – Reinheim wird stillgelegt.

1997

Februar-Mai Die Gleise von Bierbach bis Reinheim werden abgebaut.

2000

1.Mai Der Bliestal-Freizeitweg wird auf der Bahntrasse von km 11,5 (Überweg Lautzkirchen nähe Bahnhof) bis kurz vor die Landesgrenze bei Reinheim eröffnet.

2004

Abbau der Gleise Folpersviller – Bliesbruck – Grenze.

2006

20.Mai Eröffnung des Radweges auf französischer Seite.

 

Quellen:

Zimmer Engelbert , "Die Saarbrücker Eisenbahnverwaltung im Wandel der Zeit" . Die Schiene, Bundesbahndirektion Saarbrücken, Saarbrücken 1959 (Sonderausgabe)

Hoppstädter Kurt , " Die Entstehung der Saarländischen Eisenbahnen" , Institut für Landeskunde des Saarlandes, Saarbrücken 1961

Hansjürgen Wenzel , " Die Eisenbahn im Saarland" . Eisenbahn-Kurier Spezial, EK Verlag, Freiburg 2007 (Heft 86)

Gemeindearchiv Gersheim

sowie eigene Notizen

Weite Daten zur Bliestalbahn auf Anfrage. (Sieben Seiten A4)

Als großer Eisenbahnfan bin ich stark an der Erhaltung Historischer Gegenstände der Bahn interresiert. Wer mir dabei behilflich sein kann meldet sich bitte bei mir. Natürlich bin ich auch für Erhalt von Schienenfahrzeugen. 

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